Die treuen LeserInnen! Und die e-mails!
Es gibt eine Antwort auf die immer wieder gestellte Frage:
Woher kommen die Aphorismen?
Und sie lautet:

Was wir alles zum Schreiben brauchen:
Eine möglichst störungsfreie Intuition, ein wirklich
kameradschaftliches Verhältnis zur Muse,
und den Mut, die verborgenen Gedanken in uns
wachzukitzeln, um sie, nach Phasen einer endlosen Geduld,
endlich aufs Papier zu bringen.

G.L. - März 2019
Leserbriefe
Seit August 2016
 
Aphorismus
Täglich neu



Satire - Esprit & Spannung
Alle 14 Tage - Donnerstags
Poem der Woche
Montags (Home)




Poetischer Trost
Jeden zweiten Samstag

 
Die Vielfalt des poetischen Zaubers gab es bei Cimarron bereits
1978 in der Zeitschrift gleichen Namens, aus der wir
zwölf zauberhafte Beiträge unter dem Link:

Zeitschrift auf der Webseite www.Cimarron-art.de veröffentlichen.

Unter dem Glas meiner Lupe
könnt ihr ihn erkennen, den Demolition Man.

Die Aufnahme entstand am frühen Abend
in den 1990er Jahren in Frankfurt am Main.

Der Mann schien zu schlafen. Es war ein
langer Tag; und immer der schmutzigste von

allen zu sein, das ist nicht befreiend.
Es gab nur wenige Bettler in unserer Stadt.

Sie schienen fast ausgestorben zu sein, doch das
noch einige unter uns lebten, wie der Demolition

Man, das paßte nicht in unser Konzept
vom guten Leben in einer reichen Stadt.

Da lag er also, vor dem Kino-Plakat, das
seinen Namen trug; doch er war alles andere

als ein Zerstörer. Nicht einmal das Weißbrot,
das vor ihm lag, hatte er angerührt. Ein zusammen-

gekauertes Bündel vergessenen Menschseins
(diese Zeile hatte er sich verdient), eingepackt

in handfeste Lumpen, verdreckt, ein graues
Käppi tragend, hohe Schuhe und eine schwere

Pelzjacke – es war Winter! So saß er in der Nische
des Kinos, im stillen Seitengang.

Die Leute schlenderten arglos an ihm vorbei.
Und ich zögerte, ihn auf den Film zu bannen.

Als ich mich ihm näherte, um mehr über ihn
zu erfahren, hob er einen Arm und den Kopf,

und bedeutete mir, zu gehen. Ohne mich anzu-
sehen, fiel sein Körper zurück in die alte Versenkung.

Danach habe ich ihn nie mehr wieder gesehen.
Wie ein solches Leben endet, wir wissen es nicht.


Demolition Man




Titel: 77 Aphorismen
Reihe: Cimarron graphik art
Exemplare: 5
Fotos: Die verrücktesten, schönsten und
aufregendsten Aufnahmen aus der
alten Kaiserstadt
(Originalabzüge)
   
Reihe: Cimarron graphik art
 

Buddha - 2018

Sitzt immer noch an seinem
Platz. Der kalte Frühling
geht an ihm vorbei.

Wie war‘s im Winter, alter Mann?
Das Grün um dich herum
war welk und leer.

Ein Streifen blauen Himmels über
dir, und vor dir, nicht zu übersehn,
bunte Knospenpracht.

Wie lange du geschwiegen hast.
Kein Mensch war da; nur eine
Krähe saß auf deinem Haupt.

Sie sprach mit dir. Worüber
ihr geschwiegen habt –
wer sagt es mir?

Bald kommt der Sommerregen,
und wäscht die Patina
des Winters ab.

Was bleibt uns an Erinnerungen noch
zu sagen? Sind wir gewappnet
für den letzten Tag?

Wer uns das Leben gab, wird er es
uns auch nehmen? Und werden wir
am gleichen Ort mit Buddha eins?

   
Aus: Späte Visionen (2019/20)
 
Durch das Meer des Internet jagt ein Surver, schreit:
Ich bin so freiii... Wird verfolgt von einem Haiii...
Keiner erreicht sein Ziel...
Der eine versinkt im Ozean. Der andere weiß
viel zu viel.
 
 
feuerball und katzensprung 
Geschichten aus dem Internet
 
Fährmann, o Fährmann

Roman

Sie suchen das aufregendste Buch
der letzten hundert und kommenden
zweihundert Jahre...
   
Reihe: Cimarron bibliophil
 
BETA - Traum eines Computers

Erzählung
   
Reihe: Cimarron libris
 
   
Ich muß gestehen, daß die Stimme, die aus den Sonetten
spricht, ein anderer Mensch in meinem Innern ist.
Ich habe diesen Rhythmus nicht gewollt,
und dennoch haben Hand und Herz der Zeit Tribut gezollt.

Die freie Art, zu sprechen, wie es uns gefällt,
das ist der Ton, der tief in unserem Wesen liegt.
Und wenn er anklingt, zu Akkorden schwillt,
gibt er dem Leben einen Sinn. Ist’s das, was uns am Leben hält?

Es sind Geschichten, die wir nicht verstehn,
- Dante und Shakespeare mögen mir verzeihn -,
so fern von uns, und doch vertraut durch die Gedanken ziehn,
so nah bei uns, daß uns der Atem stört,
den diese Botschaft ausströmt. Ja, vielleicht sind wir die Sterne,
die auf ihrer Bahn nur einmal leuchten - und dann untergehn.
Dante und Shakespeare
mögen wir verzeihn

Sonett 32

   
   
Goethe und Schiller
auf dem Römerberg. 1963
Aus dem Band: Streifzug durch die Zeit
(Balladen, Sonette, poetische Thesen)
Foto: Cimarron-Archiv, Frankfurt/M.
   
Reihe: Cimarron bibliophil
 
Wann kommt Marc

Erzählung
   
Reihe: Cimarron libris - II. Staffel
 
Ein Torso ist die Liebe

Erzählung

Vorrangig geht es um die Buchhandelsausgabe
des obigen Titels, von der das Team aus den
1990er Jahren nur noch
über eine Restauflage verfügt.

* * *

Der vorstehende und drei weitere Titel sind
1994 der Stadt Frankfurt am Main und
ihren Bürgern
zur 1200-Jahrfeier vom Cimarron-Team
gewidmet worden.
   
   
 
Die überraschende Begegnung zwischen Longina und Longinus verwirrt einen Augenblick alle Beteiligten; sie glauben an einen Zauber, der schnell wieder verfliegen könnte.
Doch Longina weiß es anders. Und damit eröffnet sie der weiteren Handlung dieser als Roman angelegten Geschichte Tür und Tor - in der alten Kaiser- und Handelsstadt Frankfurt am Main.

Das erste Kapitel dieses noch unvollendeten Romans (LiteraNoir) liegt bereits als libris Ausgabe Nr. 16 unter dem Titel LONGINUS lebt vor.

Autor: FELIX, der Frankfurter Flaneur
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